Hauptseite > Natur > Umweltschutz & Menschenrechte


Klimaretter oder Mogelpackung - Der E-Auto Check

Irgendwo zwischen 250 Milliarden und einer Billion Euro – das ist der Preis der Mobilitätswende. Denn das Gefährt der Zukunft heißt Elektroauto. Aber kann es die Erwartungen auch erfüllen?

Videolänge: 43 min
Datum: 03.04.2023
Verfügbarkeit: Video verfügbar bis 11.12.2025


Die Versprechen der Automobilhersteller sind groß, wenn es um den Verkauf ihrer neuesten Elektro-Modelle geht: wenig CO2-Ausstoß, viel Reichweite und beachtliche finanzielle Vorteile. Doch ein genauer Blick auf die Fakten trübt das Bild des Heil bringenden E-Autos.

SUV und Lithium - Der grüne Schein kann trügen

Dass nicht alles grün ist, was eine Batterie trägt, bemängeln immer mehr Expertinnen und Experten: "Der SUV-Trend ist da, und er ist natürlich aus CO2-Gründen, weil das Gewicht einfach mit dem SUV auch ansteigt, nicht von Vorteil", so Prof. Manfred A. Plechaty von der Hochschule Neu-Ulm. Zumindest das umstrittene Lithium für die Autobatterien soll aber bald mitten in Europa, in Spanien, gewonnen werden – nachhaltig, versteht sich. Doch eine Bürgerinitiative will die geplante Lithium-Mine stoppen. Und steigende Strom- und Rohstoffpreise lassen das Lächeln der E-Autobesitzer zunehmend verblassen.

Die ZDFinfo-Dokumentation hinterfragt die Rolle des E-Autos als Klimaretter. Ein Roadtrip quer durch Deutschland soll zudem zeigen, ob das Auto der Zukunft auch wirklich schon alltagstauglich ist. Wird der Elektroantrieb die ersehnte Wende bringen?

📽️ https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/klimaretter-oder-mogelpackung--der-e-auto-check-100.html




Eine Welt ohne Autos

Ein Angebot von ARD
Staffel 01, Folge 01

Kein Auto auf den Straßen - ist das möglich? Wie werden wir uns zukünftig fortbewegen? Fahrrad, Carsharing, autonome Autos? Was wollen wir?

Videolänge: 29 min, Datum: 15.11.2020
Video verfügbar bis 15.11.2025


📽️ https://www.zdf.de/daserste/eine-welt-ohne-/page-video-ard-eine-welt-ohne-autos-100.html





Feuerwehrmann reagiert auf brennende E-Autos

Doktor Whatson

Dr. Rolf Erbe von der Berliner Feuerwehr auf brennende E-Autos, Artikel und Medienberichte. Sind Batterien wirklich "unlöschbar", wie es oft heißt? Welche anderen Mythen gibt es noch? Und wie geht die Feuerwehr bei Elektroautos tatsächlich vor? Der erfahrene Feuerwehrmann zeigt, was Fakes sind, was stimmt, und was die Medien dramatischer darstellen als es ist.

📽️ https://youtu.be/hZEyRdlB6S4?feature=shared&t=108






Was machen wir mit den ganzen E-Auto-Batterien?

Dr. Whatson

Akkus sind das Herzstück jeden E-Autos. Und für nachhaltige Akkus brauchen wir ein effizientes Recycling. Wie viel Prozent der wertvollen Materialien können jetzt schon aus alten Batterien rausgezogen werden? Wie viel Treibhausgase emittiert das? Und wie können die Verfahren noch besser werden? In diesem Video schauen wir, was in Recyclinganlagen passiert.

📽️ https://www.yutube.com/watch?v=9wFIMacgH30






Vom Motorwagen zum Boliden - Die Geschichte des Automobils

Verfügbar bis zum 13/02/2025

Das Automobil legte im 20. Jahrhundert einen phänomenalen Siegeszug hin: Es prägte die Wirtschaft, den Städtebau und das Lebensgefühl westlicher Länder. Galt es vor 100 Jahren als Inbegriff des modernen Erfindergeists, ist es heute auch Sinnbild für die Schattenseiten menschlichen Fortschritts. Die Dokureihe verfolgt die Geschichte der Autogesellschaft, die sich auch in den Medien und geopolitischen Interessen widerspiegelt.

🌐 https://www.arte.tv/de/videos/RC-026050/vom-motorwagen-zum-boliden-die-geschichte-des-automobils/

Erfindergeist (1/3)

53 Min.

Verfügbar bis zum 12/02/2025

TV-Ausstrahlung am Montag, 3. Februar um 08:55

Innovativ, revolutionär, wegweisend – innerhalb eines Jahrhunderts hat das Auto das Verhältnis des Menschen zu seiner Umwelt grundlegend verändert. Die Dokureihe erzählt die faszinierende Geschichte des Automobils und beleuchtet, was dieses technische Wunderwerk über die Menschheit aussagt, die es geschaffen hat. Ende des 19. Jahrhunderts galt das Automobil – eine Supermaschine wie aus einem Roman von Jules Verne – als ultimativer Beweis menschlichen Erfindergeistes. In nur 30 Jahren veränderte das Auto Stadtbilder, Landschaften und den Alltag der Menschen. Wie konnte diese Erfindung, die die komplexesten technischen Errungenschaften ihrer Zeit in sich vereinte, zum Massenprodukt werden? Die Dokumentation erzählt vom rasanten Aufstieg der Automobilherstellung zu einem der bedeutendsten Industriezweige der Welt. Dabei unternimmt sie eine Zeitreise von den Pariser Boulevards, auf denen die ersten „pferdelosen Kutschen“ fuhren, bis zu Hitlers Autobahnen, vom Ford T bis zum Citroën Traction Avant. Problematisiert wird jedoch auch der wachsende Rohstoffbedarf, den die Europäer als rücksichtslose Kolonialmächte zum Beispiel mit Gummibaumplantagen in Afrika deckten. Besonders eindrucksvoll schildert die Dokumentation auch die Wandlung der Herstellungsverfahren: Ausgehend von einem Werkstatt- und Manufakturprodukt steht das Automobil in den 1930er Jahren für eine Revolution der industrialisierten Fertigung bis hin zur systematischen Massenproduktion, die in den gigantischen Fabriken von Detroit ihren Anfang nimmt. Lobbygruppen begannen in den USA damit, den Siegeszug des Autos unter anderem durch die Verdrängung der Straßenbahnen weiter zu forcieren.

Regie: Jean-Christophe Ribot, Land: Frankreich, Jahr: 2022, Herkunft: ARTE F

📽 https://www.arte.tv/de/videos/115017-001-A/vom-motorwagen-zum-boliden-die-geschichte-des-automobils-1-3/


Konsumgesellschaft (2/3)

53 Min.

Verfügbar bis zum 12/02/2025

TV-Ausstrahlung am Montag, 3. Februar um 09:45

Die Dokureihe erzählt die ereignisreiche Geschichte des Automobils - und hinterfragt auch, was dieses technische Wunderwerk über die Menschheit aussagt, die es geschaffen hat. In dieser Folge: Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs der Nachkriegszeit avancierte das Auto zum Symbol der aufstrebenden Konsumgesellschaft. Es stand für Emanzipation, Freiheit und Männlichkeit ...

Das Auto ist mehr als ein Gebrauchsgegenstand – es verkörpert ein Lebensgefühl. Im Zuge des Wirtschaftsaufschwungs der Nachkriegszeit avancierte es zum Symbol der aufstrebenden Konsumgesellschaft: Küstenstraßen wurden asphaltiert, der Massentourismus nahm Fahrt auf und bald durchzog ein engmaschiges Straßennetz die Landschaften. Malerische Stadt- und Dorfplätze verwandelten sich in riesige Parkflächen, parallel dazu entwickelte sich das „Road Movie“ zu einem eigenen Filmgenre. Familienkutschen wurden ebenso sorgfältig ausgewählt wie die Limousinen von Staatsoberhäuptern und Stars. Das Automobil stand für Emanzipation, Freiheit und Männlichkeit – aber auch für Entfremdung, neue Zwänge, Ängste und Tragödien. Die erschreckend hohe Zahl der jährlichen Verkehrstoten ist nur eines der dunklen Kapitel in der Geschichte des Kraftfahrzeugs. „Die Geschichte des Automobils“ erzählt, wie das Auto zum Aushängeschild einer Epoche wurde, in der unermüdlicher Konsum noch als Versprechen ewigen Wohlstands galt.

Regie: Jean-Christophe Ribot, Land: Frankreich, Jahr: 2022, Herkunft: ARTE F

📽 https://www.arte.tv/de/videos/115017-002-A/vom-motorwagen-zum-boliden-die-geschichte-des-automobils-2-3/


Schizophrenie (3/3)

Vom Motorwagen zum Boliden - Die Geschichte des Automobils (3/3)Schizophrenie

54 Min.

Verfügbar bis zum 12/02/2025

TV-Ausstrahlung am Montag, 3. Februar um 10:40

Die Dokureihe erzählt die faszinierende Geschichte des Automobils und beleuchtet, was dieses technische Wunderwerk über die Menschheit aussagt, die es geschaffen hat. In dieser Folge: Wie kaum ein anderes Objekt verkörpert das Auto heute die Widersprüche westlicher Gesellschaften, die einerseits nach stetigem Wachstum streben und andererseits ihren ökologischen Fußabdruck verringern wollen.

In nur rund hundert Jahren hat das Automobil die Lebens- und Arbeitswelten der Menschen auf allen Kontinenten grundlegend verändert, dazu Städte und Landschaften geprägt. Ende des 19. Jahrhunderts als Meisterwerk gefeiert, im 20. Jahrhundert zur Ikone stilisiert, wird es seit der Jahrtausendwende zunehmend als Umweltzerstörer und Luftverschmutzer gegeißelt und ist zum Sinnbild für die Schattenseiten des menschlichen Fortschritts geworden. Wie kaum ein anderes Objekt verkörpert das Auto die Widersprüche westlicher Gesellschaften, die einerseits nach stetigem Wirtschaftswachstum streben und andererseits ihren ökologischen Fußabdruck verringern wollen. Von der Ölkrise 1973 über die Hoffnung auf einen neuen Wirtschaftsaufschwung durch das Elektroauto dokumentiert „Die Geschichte des Automobils" den unaufhaltsamen und permanenten Fortschrittsdrang der Menschheit – bis hin zu der Erkenntnis, dass heute ein umfassendes Umdenken erforderlich ist, um den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden.

Regie: Jean-Christophe Ribot, Land: Frankreich, Jahr: 2022, Herkunft: ARTE F

📽 https://www.arte.tv/de/videos/115017-003-A/vom-motorwagen-zum-boliden-die-geschichte-des-automobils-3-3/


Vom Spritfresser zum E-Auto: Lohnt sich der Umbau?

Alten Motor rausschmeißen und Elektro-Antrieb einbauen: Die Idee bewegt viele, denn so könnte der Umstieg auf emissionsfreien Verkehr früher gelingen. Wie realistisch ist das?

📽️ https://www.youtube.com/watch?v=8-rN8sZaDJw

Von Autor/in Thomas Michel Einbau eines Elektromotors in einen VW Golf.

Wenn Jörg Kutscher mit seinem Auto im Schwarzwald unterwegs ist, dann sind ihm bewundernde Blicke von Kennern sicher. Er fährt einen DeLorean, Baujahr 1981. Eine Autolegende, nur wenige Exemplare gibt es davon noch weltweit.

Und dieses ist ein ganz Besonderes: Denn Kutscher hat das Auto selbst umgebaut und den Verbrennungsmotor durch einen E-Antrieb ersetzt. "Höchstgeschwindigkeit will man nicht ausprobieren, ist wahrscheinlich jenseits von Zweihundert", sagt Jörg Kutscher, der im Hauptberuf Zahnarzt ist. "Aber darum ging es ja nicht. Ich wollte ein hübsches Elektroauto in einem edlen Design." Autos mit Vergangenheit faszinieren ihn. Erst recht, wenn sie mit einem Antrieb der Zukunft fahren.


Autos mit Vergangenheit und dem Antrieb der Zukunft

So geht es auch Johannes Hübner. Mit seinem VW Touran fährt er seit einiger Zeit nicht mehr zu Zapf- sondern zu E-Ladesäulen. Er ist einer der Pioniere des sogenannten "Retrofit" - der Umwandlung von Verbrennern in Elektrofahrzeuge. Sein Touran ist inzwischen 21 Jahre alt und funktioniert einwandfrei.

"Wir haben die größten Fehlerquellen ausgebaut, und das sind halt Motor, Kühlsystem, Auspuff", sagt Hübner. "Also das ist schon mal kein Grund mehr, ihn zu verschrotten. Die Elektrotechnik wird auf jeden Fall länger halten als alles drum herum". Hübner ist Elektroingenieur und hat in den Umbau in Eigenregie viele hundert Arbeitsstunden gesteckt. Das können natürlich nur die wenigsten, räumt er ein. "Aber wenn eine Firma es schafft, so einen Umbau günstiger anzubieten als ein gebrauchtes, vergleichbares Elektroauto, dann hätte das Konzept auch in Deutschland eine Chance".

Baustein für die Verkehrswende?

Und an solchen Konzepten wird in inzwischen gearbeitet. Einige Firmen haben sich auf Retrofits spezialisiert und bieten Bausätze oder komplette Umbauten an. Die Firma E-Revolt im bayerischen Dachau zum Beispiel hat einen Umrüstsatz für den VW Golf 7 entwickelt, eines der meistverkauften Autos in Deutschland.

"Wenn wir schnell eine Trendwende in der Elektromobilität hinbekommen wollen, dann führt um die Umrüstung kein Weg vorbei", sagt Ralf Schollenberger. Er ist einer der Gründer des Startups und verweist auf die 250 Millionen Verbrenner, die auf europäischen Straßen fahren.

Aus seiner Sicht sind Umrüstungen ein ergänzender Baustein, der dafür sorgen kann, dass schneller emissionsfrei gefahren werden kann. Denn das Geschäft mit neuen E-Fahrzeugen läuft verhalten. Aktuell sind in Deutschland 1,7 Millionen E-Fahrzeuge zugelassen. Doch laut Plänen der Bundesregierung sollten es bis 2030 eigentlich 15 Millionen sein - in nur noch fünf Jahren. Mit dem Verkauf von Neufahrzeugen kaum zu schaffen.


Wirtschaftlichkeitsrechnung überrascht

Ob sich solche Umrüstkonzepte durchsetzen, dürfte sich vor allem über den Preis entscheiden. Zwischen 12.000 und 15.000 Euro veranschlagt die Firma E-Revolt für ihr Umbaukonzept. Würde sich diese Investition für Fahrzeugbesitzer lohnen? "Die Wirtschaftlichkeitsrechnung war tatsächlich überraschend", sagt Michael Krail, Verkehrsexperte am Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung. Er hat für den SWR eine Kosten-Nutzen-Analyse erstellt.

Demnach amortisiert sich die Investition beim Umbau eines 10 Jahre alten VW Golf Diesel nach sieben Jahren, bei einer durchschnittlichen Fahrleistung von 14.000 km pro Jahr. Bei einem Benziner-Modell amortisieren sich die Umbaukosten nach neun Jahren.


Staatliche Retrofit-Förderung in Frankreich

Staatliche Förderungen wie etwa in Frankreich könnten Verbrenner-Umbauten deutlich attraktiver machen. Dort können Privatpersonen bis zu 5.000 Euro Förderung für den Umbau beantragen. Anders als in Frankreich hält das Bundesverkehrsministerium auf SWR-Anfrage aber eine "serielle Umrüstung von Pkw wirtschaftlich nicht für sinnvoll".

In anderen Ländern sieht man das anders. So auch in Äthiopien, das gerade eine rasante Verkehrswende hinlegt. Die Regierung hat 2024 als erstes Land ein Einfuhrverbot für neue Verbrennerfahrzeuge erlassen und setzt stark auf erneuerbare Energie. Davon hat das Land reichlich und bei Strompreisen von rund 0,5 Cent pro Kilowattstunde ist elektrisch fahren hier besonders attraktiv. Entsprechend interessant ist daher auch der Umbau von alten und sehr alten Verbrennerfahrzeugen. Und das sind in Äthiopien immer noch die meisten.


Günstige Retrofits für Afrika

In Addis Abeba hat sich das Startup UEMT gegründet, das die Umrüstung in Afrika vorantreiben will. Eshetu Mekonnen aus Böblingen berät das junge Unternehmen. Seit 35 Jahren arbeitet der gebürtige Äthiopier als Ingenieur für Mercedes Benz. Und will mit seinen Erfahrungen seinem Heimatland helfen: "Dort fahren so viele Schrottautos, produzieren viel mehr Abgas als hier. Warum sollen wir das Land nicht vor dieser Umweltkatastrophe schützen?"

Die Technik und ein Prototyp sind schon da: ein umgerüsteter Mercedes 200E, Baujahr 1982. Die Reichweite liegt bei etwa 150 Kilometern. Nicht viel, aber für die meisten Wege in der Hauptstadt reicht es. Der Preis für die Umrüstung soll nach Planungen des Startups dort zwischen 2.000 und 5.000 Euro liegen.


Bislang wenig Interesse in Deutschland

Solche Umrüstkonzepte scheinen in anderen Ländern mehr politisches Interesse zu wecken als in Deutschland. Jüngst bekam das Überlinger Startup E-Revolt Besuch von einer malaysischen Regierungsorganisation. Auch andere Länder wie Norwegen zeigen Interesse und stellen staatliche Förderung in Aussicht. Interesse, das in Deutschland noch auf sich warten lässt.

Quelle: https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/verbrenner-elektro-eauto-umruesten-kosten-100.html

KI Chat

Datei:OpenAI.png https://chatgpt.com/share/67bca3c8-4e14-800e-88e0-9984b2d177ae