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* '''Es bleibt stabil.''' Und das ist der eigentliche Punkt: Wer sich mit '''AutoHotkey''' oder ähnlichen Werkzeugen eine eigene Arbeitsumgebung baut – etwa ein vernünftiges Umschalten zwischen virtuellen Desktops – der kann sich darauf verlassen, dass die Konfiguration in einem halben Jahr noch genauso funktioniert. Unter normalem Windows mit '''PowerToys''' ist das eine Katastrophe: Die Konfiguration bricht bei jedem zweiten Funktionsupdate, und das Verhalten der virtuellen Desktops ändert sich, ohne dass jemand gefragt hätte.
* '''Es bleibt stabil.''' Und das ist der eigentliche Punkt: Wer sich mit '''AutoHotkey''' oder ähnlichen Werkzeugen eine eigene Arbeitsumgebung baut – etwa ein vernünftiges Umschalten zwischen virtuellen Desktops – der kann sich darauf verlassen, dass die Konfiguration in einem halben Jahr noch genauso funktioniert. Unter normalem Windows mit '''PowerToys''' ist das eine Katastrophe: Die Konfiguration bricht bei jedem zweiten Funktionsupdate, und das Verhalten der virtuellen Desktops ändert sich, ohne dass jemand gefragt hätte.


Kurz: LTSC ist das Windows, das Windows sein sollte.
Kurz: IoT LTSC ist das Windows, wie es sein sollte. (LTSC ohne IoT ist das Gleiche, bekommt aber einfach nicht so lange Updates)





Aktuelle Version vom 17. Juli 2026, 01:53 Uhr

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Windows


Windows ist der De-facto-Standard bei Desktop-Betriebssystemen (weltweit rund 70 % Marktanteil). Über alle Geräteklassen hinweg – Smartphones eingerechnet – liegt allerdings Android vorne.

Eine mehrsprachige Windows-11-Pro-Lizenz ist ab ca. 40 € erhältlich.

Tipp: Ubuntu – für Hardware, die Windows 11 nicht mehr mitmacht, ist Linux die naheliegende und kostenlose Alternative.


Windows 10 ist tot – was jetzt?

Der reguläre Support für Windows 10 endete am 14. Oktober 2025.

Für Privatgeräte gibt es die ESU (Extended Security Updates) als Übergangslösung. Ursprünglich war dafür Oktober 2026 als Schlusspunkt vorgesehen; Microsoft hat das Programm im Juni 2026 auf den 12. Oktober 2027 verlängert.

  • Voraussetzung: Windows 10 Version 22H2, alle Updates installiert, Anmeldung mit einem Microsoft-Konto.
  • Im EWR (inkl. Österreich und Deutschland) ist die Teilnahme kostenlos. Das war nicht Microsofts ursprünglicher Plan – erst nach Protest von Verbraucherschützern fiel die Kopplung an das OneDrive-Backup weg.
  • Ausserhalb des EWR: kostenlos bei aktivierter Einstellungs-Sicherung, gegen 1.000 Microsoft-Rewards-Punkte, oder für einmalig 30 USD.
  • Registrierung: Einstellungen > Update und Sicherheit > Windows Update – dort erscheint der ESU-Link.
  • ESU liefert ausschliesslich kritische und wichtige Sicherheitsupdates. Keine Features, keine Bugfixes, kein Support.

ESU ist eine Galgenfrist, keine Lösung. Es gibt drei Wege nach vorne:

  1. Upgrade auf Windows 11 – siehe nächster Abschnitt. Geht auch auf offiziell nicht unterstützter Hardware.
  2. Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021 – dieselbe Hardware, keine neuen Anforderungen, Sicherheitsupdates bis 2032.
  3. Linux – kostenlos, und die alte Kiste läuft damit meist flotter als je zuvor.

🌐 https://www.microsoft.com/de-de/windows/extended-security-updates


Upgrade per In-Place-Installation

Wenn Windows sich partout nicht updaten lassen will (oder die Hardware offiziell "zu alt" für Windows 11 ist), hilft ein In-Place-Upgrade. Technisch passiert dabei exakt das Gleiche wie bei einem normalen Funktionsupdate über Windows Update – nur, dass man den Rechner währenddessen nicht benutzen kann.

Wichtig – so und nicht anders:

  1. ISO oder Installationsstick besorgen (z. B. mit Rufus – Rufus kann die TPM-/CPU-/RAM-Prüfung beim Erstellen des Sticks gleich mit entfernen).
  2. Den Stick bzw. die ISO im laufenden Windows öffnen und dort setup.exe starten.
  3. Im Setup "Persönliche Dateien und Apps behalten" auswählen.

Vorlage:Achtung

Wer eine gültige Windows-10-Lizenz hat, ist damit automatisch auch für Windows 11 berechtigt – die Aktivierung wandert mit dem Mainboard mit.

Faustregel: Wenn Windows 10 auf der Mühle lief, tut es 11 in aller Regel auch. Probleme machen eher Programme und Treiber als das System selbst.

Die harte Grenze ab 24H2

Die TPM-2.0- und CPU-Listen-Abfrage ist rein künstlich und lässt sich problemlos umgehen. Ab Version 24H2 gibt es aber eine Hürde, die nicht verhandelbar ist:

Die CPU muss die Befehlssatzerweiterungen SSE4.2 und POPCNT unterstützen. Prozessoren ohne diese (ungefähr: älter als Intel Nehalem bzw. AMD Bulldozer, also vor ca. 2009/2011) booten schlicht nicht mehr. Da hilft kein Trick.

Alles darüber läuft. Auch Hardware, die auf keiner Kompatibilitätsliste von Microsoft steht.

🌐 Upgradet nicht eure Hardware – sondern euer Betriebssystem

Kernisolierung / Speicherintegrität

Davon strikt zu trennen ist die Kernisolierung mit der Funktion Speicherintegrität – hinter den Consumer-Namen steckt HVCI, das auf der virtualisierungsbasierten Sicherheit (VBS) aufsetzt.

Das ist kein Installationshindernis. Aber auf älteren CPUs kostet es massiv Leistung, und zwar aus einem konkreten Grund: Ohne MBEC (Mode-Based Execution Control, bei Intel erst ab Kaby Lake, 2016) muss der Hypervisor die Funktion in Software emulieren. Auf einer modernen CPU kostet HVCI ein paar Prozent – auf einer älteren zweistellig.

Wer auf betagter Hardware das Gefühl hat, Windows 11 sei zäh: hier zuerst nachsehen.

Klickpfad: Windows-Sicherheit > Gerätesicherheit > Kernisolierung > Speicherintegrität → aus → Neustart.

Zu beachten:

  • Bei Neuinstallationen von 24H2 ist VBS/HVCI standardmässig aktiv. Nach einem Upgrade ist der Zustand oft anders als nach einer Neuinstallation – im Zweifel nachschauen.
  • Nach Funktionsupgrades kann der Schalter wieder umgelegt sein. Also erneut prüfen.
  • Windows blendet danach eine Warnung in der Windows-Sicherheit ein. Die darf man wegklicken.
  • Man handelt sich damit ein reales Stück weniger Härtung ein. Auf einer Maschine, die sonst unbenutzbar zäh wäre, ist das ein vertretbarer Tausch – eine bewusste Entscheidung ist es trotzdem.

Versionen und Supportende

Ein Funktionsupgrade ist grob alle 2 Jahre fällig, sonst versiegen die Sicherheitsupdates.

Version Ende der Updates (Home/Pro)
Windows 11 24H2 13. Oktober 2026
Windows 11 25H2 12. Oktober 2027
Windows 11 26H2 erwartet Herbst 2026 (kleines Enablement-Paket, ein Neustart)

Aktuelle Version prüfen: Windows-Taste + Rwinver

Genau dieses Karussell entfällt bei den LTSC-Varianten.


Lizenzen

🌐 Windows 11 Pro bei Geizhals

Es gibt Keys, die illegal sind und von Betrügern verkauft werden. Deshalb der Verweis auf Geizhals – ein seriöses Preisvergleichsportal, das seine Händler prüft. In der Praxis kann man sich darauf verlassen, dass dort gelistete Angebote vertrauenswürdig sind. Sollte ein Key wider Erwarten gesperrt sein, bekommt man vom Shop binnen kürzester Zeit einen neuen. Microsoft hat sich in solchen Fällen bisher kulant gezeigt: Rechnung vorlegen, Ersatzkey bekommen.

Tipp: Die Preise unterscheiden sich oft zwischen Österreich und Deutschland. Beim entsprechenden Produkt einfach in der Adresszeile das ".at" gegen ein ".de" tauschen – man landet beim identischen Produkt im anderen Land.

Was man wissen sollte:

  • Software darf in der EU weiterverkauft werden. Der EuGH hat das 2012 entschieden (UsedSoft/Oracle) – auch für Lizenzen, die nur als Download erworben wurden. Der Hersteller kann das nicht per AGB verbieten. Deshalb existiert in Europa überhaupt ein Gebrauchtsoftware-Markt. Wer sich damit befassen will oder muss, hat hier den Ansatzpunkt.
  • Volumenlizenzen gibt es auch in kleinen Stückzahlen – schon ab zwei Rechnern. Man muss dafür kein Konzern sein.
  • Ein nicht aktiviertes Windows läuft weiter. Man bekommt ein Wasserzeichen, die Personalisierung ist gesperrt, das war's. Datenverlust droht nicht. Panik ist also nie angebracht, egal was schiefgeht.




Wichtige Tastenkürzel

Funktion Tastenkürzel
Fenster in die rechte Hälfte "Windows-Taste" + "Pfeil nach rechts"
Fenster in die linke Hälfte "Windows-Taste" + "Pfeil nach links"
Fenster maximieren "Windows-Taste" + "Pfeil nach oben"
Fenster wiederherstellen "Windows-Taste" + "Pfeil nach unten"
Virtueller Desktop nach rechts "Strg" + "Windows-Taste" + "Pfeil nach rechts"
Virtueller Desktop nach links "Strg" + "Windows-Taste" + "Pfeil nach links"
Snap-Layouts anzeigen "Windows-Taste" + "Z"
Einstellungen öffnen "Windows-Taste" + "i"
Ausführen-Dialog "Windows-Taste" + "R"
Explorer öffnen "Windows-Taste" + "E"
Screenshot (Ausschnitt) "Windows-Taste" + "Shift" + "S"
Zwischenablage-Verlauf "Windows-Taste" + "V"
Task-Manager "Strg" + "Shift" + "Esc"
Power-User-Menü "Windows-Taste" + "X"
u. v. m. Tastenkombinationen in Windows




Ausführen

Microsoft neigt dazu, Schalter zu verstecken, umzubenennen oder in die Einstellungs-App zu verschieben – bevorzugt drei Klicks tiefer als vorher.

Eine Konstante ist der "Ausführen"-Dialog, den man mit Windows-Taste + R öffnet. Die folgenden Befehle funktionieren auch in der Suche, in der Eingabeaufforderung und in PowerShell.

Alle Einträge sind auf Windows 11 (25H2) geprüft. Befehle, die es früher gab und die heute ins Leere laufen (write/WordPad, dvdplay, control sticpl.cpl, migwiz, control appwiz.cpl,,1), wurden entfernt.

Windows Befehlsübersicht
Befehl(e) Funktion
appwiz.cpl Systemsteuerung > Programme und Features
bthprops.cpl Einstellungen > Bluetooth und Geräte
calc Rechner
certlm.msc Zertifikate – Lokaler Computer
certmgr.msc Zertifikate – Aktueller Benutzer
charmap Zeichentabelle
cleanmgr Datenträgerbereinigung
cmd Eingabeaufforderung
colorcpl Farbverwaltung
compmgmt.msc Computerverwaltung
control Systemsteuerung
control admintools Systemsteuerung > Windows-Tools
control appwiz.cpl,,2
optionalfeatures
Windows-Features aktivieren oder deaktivieren
computerdefaults Einstellungen > Standard-Apps
control desktop Einstellungen > Personalisierung
control folders Explorer-Optionen (Ordneroptionen)
control fonts Systemsteuerung > Schriftarten
control keyboard Tastatureigenschaften
control keymgr.dll Anmeldeinformationsverwaltung
control mouse
main.cpl
Maus-Eigenschaften
control /name Microsoft.FileHistory Dateiversionsverlauf
control netconnections
ncpa.cpl
Netzwerkverbindungen (Adaptereinstellungen)
powercfg.cpl Systemsteuerung > Energieoptionen
control printers Geräte und Drucker
taskschd.msc Aufgabenplanung
netplwiz
control userpasswords2
Benutzerkonten (u. a. Auto-Anmeldung)
credwiz Anmeldeinformationen sichern/wiederherstellen
dcomcnfg
comexp.msc
Komponentendienste
desk.cpl Einstellungen > Anzeige
dfrgui Laufwerke optimieren (ehem. Defragmentierung)
diskmgmt.msc Datenträgerverwaltung
dxdiag DirectX-Diagnoseprogramm
eventvwr.msc Ereignisanzeige
explorer Datei-Explorer
firewall.cpl Windows Defender Firewall
fonts Systemordner Windows\Fonts
fsmgmt.msc Freigegebene Ordner
gpedit.msc Gruppenrichtlinien-Editor (nur Pro/Enterprise/Education/LTSC)
devmgmt.msc
hdwwiz.cpl
Geräte-Manager
inetcpl.cpl Internetoptionen
intl.cpl Region
joy.cpl Gamecontroller
lpksetup Anzeigesprache installieren/deinstallieren
lusrmgr.msc Lokale Benutzer und Gruppen (nur Pro/Enterprise/Education/LTSC)
magnify Bildschirmlupe
mblctr Windows-Mobilitätscenter (nur Notebooks)
mdsched Windows-Speicherdiagnose
mmc Microsoft Management-Konsole
mmsys.cpl Sound-Eigenschaften
mrt Tool zum Entfernen bösartiger Software
msconfig Systemkonfiguration
msinfo32 Systeminformationen
ms-settings: Einstellungen-App
mspaint Paint
mstsc Remotedesktopverbindung
notepad Editor
osk Bildschirmtastatur
perfmon.msc Leistungsüberwachung
powershell Windows PowerShell
regedit Registrierungs-Editor
resmon Ressourcenmonitor
rstrui Systemwiederherstellung
sdclt Sichern und Wiederherstellen (Windows 7)
services.msc Dienste
shell:startup Autostart-Ordner (aktueller Benutzer)
shell:common startup Autostart-Ordner (alle Benutzer)
shrpubw Assistent zum Erstellen von Ordnerfreigaben
sigverif Dateisignaturverifizierung
slui Windows-Produktkey ändern
sndvol Lautstärkemixer
SystemPropertiesComputerName Systemeigenschaften, Reiter Computername
SystemPropertiesAdvanced Systemeigenschaften, Reiter Erweitert (Umgebungsvariablen)
SystemPropertiesPerformance Leistungsoptionen > Visuelle Effekte
SystemPropertiesProtection Systemeigenschaften, Reiter Computerschutz
SystemPropertiesRemote Systemeigenschaften, Reiter Remote
taskmgr Task-Manager
timedate.cpl Datum und Uhrzeit
utilman Einstellungen > Barrierefreiheit
verifier Treiberüberprüfungs-Manager
wf.msc Windows Defender Firewall mit erweiterter Sicherheit
windowsdefender: Windows-Sicherheit
winver Version der installierten Windows-Installation
wmimgmt.msc WMI-Steuerung
wt Windows Terminal
wscui.cpl Sicherheit und Wartung




PowerToys

Microsoft PowerToys ist eine Sammlung von Hilfsprogrammen für Poweruser, mit der die Windows-Benutzeroberfläche zur Steigerung der Produktivität angepasst und optimiert werden kann. Kostenlos, quelloffen, von Microsoft selbst.

Besonders nützlich: FancyZones (freie Fenster-Layouts), PowerToys Run (Alt+Space, Spotlight-Ersatz), PowerRename (Massen-Umbenennen mit Regex), Always on Top.

🌐 https://learn.microsoft.com/de-de/windows/powertoys/


Sysinternals

Die Sysinternals-Website wurde 1996 von Mark Russinovich erstellt, um seine erweiterten Systemhilfsprogramme und technischen Informationen zu hosten. Ob IT-Profi oder Entwickler – hier finden sich Werkzeuge zur Verwaltung, Problembehandlung und Diagnose von Windows- und Linux-Systemen.

Klassiker: Process Explorer (Task-Manager auf Steroiden), Autoruns (zeigt alles, was beim Start mitläuft), Process Monitor, TCPView.

🌐 https://learn.microsoft.com/de-de/sysinternals/


Autohotkey

AutoHotkey ist ein kostenloses, quelloffenes Automatisierungswerkzeug für Windows. Im Kern erlaubt es dir, wiederkehrende Aufgaben zu automatisieren und deinen Rechner per selbst definierter Skripte zu steuern. Es hat sich über die Jahre von einem reinen "Tastenkürzel-Tool" zu einer vollwertigen kleinen Skriptsprache entwickelt. Die häufigsten Einsatzzwecke sind: Hotkeys – Du weist beliebigen Tastenkombinationen eine Aktion zu. Zum Beispiel öffnet Strg+Alt+N deinen Editor, oder eine Maustaste löst eine ganze Befehlsfolge aus. Das lässt sich auch programmweise begrenzen, sodass ein Kürzel nur in bestimmten Anwendungen greift. Hotstrings (Textbausteine) – Du tippst ein kurzes Kürzel, und AutoHotkey ersetzt es automatisch durch längeren Text. Klassisch für E-Mail-Signaturen, häufige Floskeln oder das Korrigieren von Vertippern. Viele nutzen das als leichtgewichtigen Ersatz für kommerzielle Textexpander. Fenster- und Mausautomatisierung – Fenster verschieben, aktivieren, minimieren, Mausklicks an bestimmte Bildschirmpositionen senden, GUI-Elemente ansteuern. Damit lassen sich ganze Klick-Abläufe in Programmen automatisieren, die keine eigene Skript-Schnittstelle haben. Tastaturbelegung umbauen (Remapping) – Man kann Tasten neu belegen, etwa Feststelltaste zu Escape machen, oder komplexe Ebenen-Layouts bauen. Eigene kleine Programme mit Oberfläche – Mit dem GUI-Modul kannst du einfache Fenster mit Buttons, Eingabefeldern usw. bauen, also kleine Hilfstools mit Klickoberfläche. Ein wichtiger Punkt: Es gibt zwei größere Versionen. v1 ist die ältere, sehr verbreitete Variante mit riesigem Fundus an fertigen Skripten im Netz. v2 ist die modernere, sauberere Sprache mit strengerer, konsistenterer Syntax – seit ein paar Jahren die empfohlene Wahl für neue Projekte. Die beiden sind nicht direkt kompatibel, was beim Kopieren fremder Skripte oft für Verwirrung sorgt: Ein v1-Skript läuft nicht einfach unter v2 und umgekehrt. Zu den Stärken: Es ist kostenlos, extrem verbreitet, hat eine große Community und deckt Windows-Automatisierung sehr breit ab. Einschränkungen: Es läuft praktisch nur unter Windows (nicht Mac/Linux), und manche Antiviren- oder Anti-Cheat-Systeme schlagen bei kompilierten AHK-Skripten an, weil dieselben Techniken auch von Schadsoftware genutzt werden.

Wer steckt dahinter

AutoHotkey wurde 2003 von Chris Mallett gestartet, ursprünglich als Fork von AutoIt. Mallett zog sich um 2009/2010 zurück (letzte eigene Version 1.0.48.05). Steve Gray, in der Community als "Lexikos" bekannt, führte die Entwicklung unter dem Fork AHK_L fort, der später zu AHK v1.1 wurde, und ist seitdem faktisch der alleinige Maintainer. Getragen wird das Projekt heute von der AutoHotkey Foundation LLC (gegründet 2014). Die Foundation-Manager sind Charlie Simmons (tank), Steve Gray (Lexikos) und Joachim de Fourestier (joedf), mit beratender Rolle des ursprünglichen Autors Chris Mallett. Es ist ausdrücklich eine reine Freiwilligenorganisation ohne Gehälter, gelegentlich mit Spenden. AutoHotkeyAutoHotkey Für eine Risikobewertung ist das der erste relevante Punkt: effektiver Single-Maintainer, Volunteer-Governance, kleine LLC. Bus-Faktor und Supply-Chain-Verantwortung liegen im Kern bei einer Person. Quellcode liegt offen auf GitHub, was Auditierbarkeit erleichtert, aber es gibt kein kommerzielles Support-/SLA-Modell, keinen formalen Security-Response-Prozess in der Größenordnung, die man für kritische Infrastruktur normalerweise fordert.








LTSC – warum überhaupt?

Die IoT-Enterprise-LTSC-Varianten sind ein Traum:

  • Keine Bloatware. Kein Store, kein Copilot, kein Edge-Zwang, keine Widgets, kein Teams-Chat-Icon in der Taskleiste, keine Candy-Crush-Kacheln, kein "Neuigkeiten und Interessen". Nichts davon muss man erst wieder wegräumen – es ist gar nicht da.
  • Kein Feature-Zwang. LTSC bekommt zehn Jahre lang nur Sicherheits- und Qualitätsupdates. Der Funktionsumfang ist am Tag der Installation eingefroren und bleibt es. Microsoft baut einem nicht über Nacht das Startmenü um.
  • Es bleibt stabil. Und das ist der eigentliche Punkt: Wer sich mit AutoHotkey oder ähnlichen Werkzeugen eine eigene Arbeitsumgebung baut – etwa ein vernünftiges Umschalten zwischen virtuellen Desktops – der kann sich darauf verlassen, dass die Konfiguration in einem halben Jahr noch genauso funktioniert. Unter normalem Windows mit PowerToys ist das eine Katastrophe: Die Konfiguration bricht bei jedem zweiten Funktionsupdate, und das Verhalten der virtuellen Desktops ändert sich, ohne dass jemand gefragt hätte.

Kurz: IoT LTSC ist das Windows, wie es sein sollte. (LTSC ohne IoT ist das Gleiche, bekommt aber einfach nicht so lange Updates)




Windows 10 IoT Enterprise LTSC 2021

Basis: Windows 10, Version 21H2.

Eigenschaft Wert
Supportende 13. Jänner 2032
Updates nur Sicherheits- und Qualitätsupdates, monatlich
Funktionsupdates keine
Architektur x64, x86

Der grosse Vorteil gegenüber der 2024er-Version: keine Windows-11-Hardwarehürden. Kein TPM-2.0-Zwang, keine CPU-Kompatibilitätsliste, kein SSE4.2/POPCNT-Problem. Läuft auf allem, worauf Windows 10 lief – und das bis 2032.

Für jede Maschine, die für Windows 11 offiziell "zu alt" ist, aber noch tadellos funktioniert, ist das die naheliegendste Antwort auf das Support-Ende von Windows 10. Und die naheliegendste Antwort auf den Elektroschrott, der sonst daraus wird.


i3 / sway like workflow

Windows 10 IoT 2021 LTSC mit i3 / sway ähnlichen Workflow

via Script für Autohotkey2 (mit Claude gevibecodet):

📑 desktop-suite.ahk für Windows 10 IoT 2021 LTSC




Windows 11 IoT Enterprise LTSC 2024

Basis: Windows 11, Version 24H2. Für OEMs seit 22. Mai 2024 verfügbar, allgemeine Verfügbarkeit ab Oktober 2024.

Eigenschaft Wert
Supportende 10. Oktober 2034
Updates nur Sicherheits- und Qualitätsupdates, monatlich
Funktionsupdates keine
Architektur x64, ARM64

Zehn Jahre Support. Zum Vergleich: Das normale Windows 11 Enterprise LTSC 2024 (ohne "IoT") endet bereits am 9. Oktober 2029 – die IoT-Variante ist die mit dem langen Atem. Auf die Bezeichnung achten.

Enthält alles, was von Windows 11 21H2 bis 24H2 an Sinnvollem dazugekommen ist (Datei-Explorer mit Tabs, neuer Task-Manager, sudo for Windows, überarbeiteter Registrierungs-Editor) – ohne den Rest.

Zu beachten:

  • Da die Basis 24H2 ist, gilt auch hier die harte SSE4.2/POPCNT-Grenze. Für ältere CPUs ist die 2021er-Version die richtige Wahl.
  • Die Kernisolierung gilt hier genauso. Auf älteren CPUs prüfen.
  • LTSC unterstützt die zum Zeitpunkt des Release verfügbare Hardware. Wer eine brandneue CPU-Generation kauft, sollte vorher Treiber prüfen. Für alles, was 2024 schon am Markt war, ist das kein Thema.



Quellen





Zur Erstellung wurde Claude Opus 4.8 benutzt.